Nobel gewinnt das Ostschweizer Neujahrsturnier
Beim Handicap-System muss jeder Spieler seiner Spielstärke entsprechend eine grössere oder kleinere Punkteanzahl erreichen, um die Begegnung zu gewinnen. So können Spielerinnen und Spieler mit unterschiedlicher Spielstärke und Erfahrung mit gleichen Chancen gegeneinander antreten und um den Cup-Sieg spielen.
Mit acht Spielern war in diesem Jahr das Teilnehmerfeld aus den Reihen des Billardclubs St. Gallen erfreulich gross und es wurde in zwei 4-er-Grupen mit Finalrunde gespielt. Von Anfang an entwickelten sich spannende und enge Partien und ein umkämpfter Turnierverlauf um die Podestplätze und den Cup-Sieg.
In der Gruppe A traf Giorgio Morosi (Handicap 147), Ludwig Nobel (H 138), Karlheinz Jung (H 81) und der Juniorenspieler Nik Vatzakis (H 30) aufeinander. In der Gruppe B standen sich Roland Henzi (H 58), Albert Kehl (H 57), Thomas Wenk (H 50) und Arthur Pichler (H 30) gegenüber. In der Gruppe A konnten sich Morosi als Gruppensieger und Nobel auf dem 2. Rang für die Finalrunde qualifizieren. Aus der Gruppe B zogen Kehl als Gruppenerster und Wenk auf Rang 2 in die Playoffs.
Im ersten Halbfinale traf Morosi auf Wenk. Wenk spielte gleich zu Beginn eine Serie von 10 Punkten und hatte damit schon einen Fünftel seines Handicaps erreicht. In der Folge machte Wenk immer wieder kleinere Serien und stand am Ende des Matches auf 40 Punkte. Morosi kam nicht auf sein gewohntes Niveau und hatte am Ende der Partie mit 77 Punkten erst etwas mehr als die Hälfte seiner geforderten Handicapzahl auf dem Punktekonto. Somit zog Wenk in das Finale ein, Morosi musste sich als letztjähriger Cupsieger nur mit dem Spiel um Bronze begnügen. Im zweiten Halbfinale setzte sich Nobel mit einer Toppartie gegen Kehl durch. Nobel erreichte seine 138 Punkte in 14 Aufnahmen, was Turnierrekord bedeutete, Kehl hatte zu diesem Zeitpunkt nur die Hälfte seiner benötigten 57 Punkte.
Im kleinen Finale behielt Kehl das bessere Ende für sich und gewann gegen Morosi in einer wenig hochstehenden Partie. Das Finale war eine deutliche Angelegenheit: Sowohl Nobel als auch Wenk fanden nicht zu ihrem besten Spiel, jedoch nutzte Nobel seine langjährige Routine gekonnt aus, hielt seinen Gegner über die ganze Partie hinweg in Schach und konnte am Ende mit einem ungefährdeten Sieg seinen geforderten Handicap-Punkten näher kommen als Wenk.
Mit dem Gewinn des «Cup Frei» konnte Nobel – nach dem Einband-Cup im Oktober – nun schon sein zweites Cup-Turnier der Saison siegreich gestalten. Der nächste Cup findet Ende März in der Königsdisziplin Dreiband statt und man darf sich schon heute auf eine weiteres spannendes Turnier freuen.
gmo/05.01.2026